Was besagt das Rennwett- und Lotteriegesetz?

von am 18/03/13 um 10:08 pm

Der Artikel erklärt was das Rennwett- und Lotteriegesetz besagt. Sportwetten und Lotterien sind für viele eine Freizeitunterhaltung und nebenbei eine attraktive Gewinnmöglichkeit. Der Staat freut sich zugleich über eine sprudelnde Einnahmequelle. Im Rennwett- und Lotteriegesetz regelt der Gesetzgeber die Besteuerung dieser Spielarten, die erzielten Einkünfte kommen den Bundesländern zugute.

 

Besteuerung der Einsätze: Gewinne können Sie steuerfrei einstreichen

Auf sämtliche Lotterien und Sportwetten erhebt der Staat Steuern. Grundlage bilden hierbei die Umsätze, die Gewinne erhalten Spielende ohne Abzüge. Diese müssen Sie auch nicht beim Finanzamt angeben. Für die Zahlung der Wettsteuern zeichnet sich der jeweilige Veranstalter verantwortlich. Bei öffentlichen Lotterien, wozu unter anderem das bekannte Lottospiel „6 aus 49“ sowie die staatliche Klassenlotterie zählt, beträgt der Steuersatz zwanzig Prozent. Bei ausländischen Organisationen verlangen die Behörden 25 Cent pro Euro Einsatz, für Pferderennwetten fallen bis 2012 16,66 Prozent an. Diesen Satz senkte der Gesetzgeber inzwischen aber auf fünf Prozent. Die rechtzeitige Zahlung muss der Steuerschuldner gewährleisten. Bei Losen muss die Summe bereits vor deren Ausgabe überwiesen werden, bei anderen Spielarten gilt eine zeitnahe, nachträgliche Zahlungspflicht.

Seit 2012 fallen sämtliche Sportwetten unter die Steuerpflicht

Die historische Entwicklung des Rennwett- und Lotteriegesetzes begann im Jahr 1922, seitdem wirkte es fast unverändert. Es gab nur zwei einschneidende Zäsuren: Nach der Gründung der Bundesrepublik nahm der Gesetzgeber auch Fußballwetten auf, das sogenannte Toto-Spiel der staatlichen Lotterien. Später kamen die Oddset-Tipps hinzu. Eine umfangreiche Erweiterung folgte dann erst wieder 2012 im Zuge einer grundsätzlichen Regulierung des Online-Wettmarkts. Anbieter agierten zuvor im Graubereich, jetzt haben sie die Möglichkeit, eine staatliche Lizenz zu erhalten. Dafür müssen Sie auf sämtliche Umsätze fünf Prozent an Steuern abführen. Bessergestellt wurden Pferdewetten, auf die nun der gleiche Steuersatz erhoben wird. Dieses reformierte Steuergesetz handhaben die Veranstalter unterschiedlich. Manche ziehen die fünf Prozent bei jedem Einsatz von den Wettern ein. Einige Plattformen verlangen sie nur, wenn sich Spieler über einen Gewinn freuen können. Andernfalls führen Sie die Steuern auf eigene Rechnung ab. Weitere Informationen erhalten Sie im Ratgeber von SKL Boesche.

So nimmt der Staat Geld bei Lotterien und Wetten ein

Lotterien und Sportwetten unterliegen der staatlichen Steuergesetzgebung in Form des Rennwett- und Lotteriegesetzes. Bis 2012 umfasste dies sämtliche Lotterien und den Pferdewettenmarkt. Seitdem zählen auch Sportwetten dazu. Der Organisator als Steuerschuldner muss die fälligen Beträge rechtzeitig an die zuständige Finanzbehörde überweisen, Gewinne müssen die Spielenden dagegen nicht versteuern.

Image: GaToR-GFX – FotoliaSimilar Posts:

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