Ein Prozess und seine Kosten

von am 17/03/14 um 3:35 pm

GeldIn unserer Gesellschaft muss zwischen öffentlichem Recht und privaten Recht unterschieden werden. Bei einem Strafprozess klagt der Staat bei Verstößen gegen geltendes Recht durch den Staatsanwalt an. Es geht beim Strafprozess um eine Geld- oder Freiheitsstrafe. Im privaten Recht wird das Zivilrecht im Zivilprozess angewendet. Im Zivilprozess handelt der private Kläger in eigener Sache. Meist geht es im Urteil um die Wiedergutmachung von materiellen und Immateriellen Schäden, um sogenannte Schadenersatzansprüche. Prozesskosten werden oftmals unterschätzt. Wer eine Streitigkeit nicht ohne das Anrufen eines Gerichts klären kann, sollte sich vor Einreichung einer Klage über das mit der Klage verbundene Kostenrisiko informieren. Die exakten Kosten können vom Kläger beispielsweise mittels Gerichtskostenrechner bei foris-prozessfinanzierung.de ermittelt werden. Die Gerichtskosten hängen vom Streitwert ab und werden nach Prozesskostentabellen festgelegt.

 

Vier Hierarchieebenen der Gerichtsbarkeit

Den Streitwert des Verfahrens setzt das Gericht fest. Wer sich für eine Klage zur Durchsetzung seines Rechts entscheidet muss damit rechnen, dass der Prozessgegner eventuell die vier Hierarchieebenen der Gerichtsbarkeit ausschöpft. Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts können im Prozess bei Berufung die nächsten Instanzen Landgericht, Oberlandesgericht und Bundesgerichtshof folgen. Amtsgerichte sind grundsätzlich bei einem Streitwert von bis zu 5.000 € und Landgerichte bei Streitigkeiten mit einem Wert von mehr als 5.000 € zuständig. im Familienrecht oder bei Streitigkeiten zum Wohnungsmietrecht macht das Gericht Ausnahmen. Bei einer langjährigen Auseinandersetzung über mehrere Instanzen können schnell große Summen für Gerichts- und Anwaltskosten, Zeugengeld und Kosten für Gutachten zusammen kommen, die im Falle einer Niederlage vor Gericht zum finanziellen Ruin des Klägers führen können.

 

Kostengrundentscheidung

Im Falle der Niederlage vor Gericht gilt das Erstattungsprinzip. Das bedeutet, dass der Unterlegene dem Gegner die RA-Kosten nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz, die Gerichtskosten und ggf. Kosten für Sachverständige, Gutachter und Zeugen erstatten muss.

Der Prozesskostenrechner berücksichtigt bei der Berechnung der anfallenden Kosten nach dem Kostenfestsetzungsverfahren die §§103 – 107 ZPO. Wer dann welche Kosten übernimmt, wird im Urteil der Hauptentscheidung festgelegt. Die zu zahlenden Gerichtskosten werden im Verfahren nach § 19 GKG festgesetzt.

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