Die Verletzung der Menschenrechte

von am 16/11/11 um 12:51 pm

Die Menschenrechte sind subjektive Rechte, die jedem einzelnen Menschen unabhängig von Geschlecht, Nationalität, Religionszugehörigkeit und Aussehen zugesprochen werden. Dazu zählen unter anderem das Recht auf Freizügigkeit, auf Religionsfreiheit, auf Leben und körperliche Unversehrtheit und auf Gleichheit vor dem Gesetz, sowie das Verbot von Folter und Sklaverei. Diese Rechte wurden auf der Basis der Erkenntnis aufgestellt, dass alle Menschen von Natur aus gleich sind, die gleichen Rechte besitzen und diese Rechte weder teilen noch veräußern können.

Im Allgemeinen findet sich in jeder staatlichen Verfassung die Aufzählung von fest verankerten Menschenrechten, allerdings in verschiedener Ausführung. Die grundlegenden Menschenrechte, wie sie auch im deutschen Grundgesetz vorkommen, sind Rechte, die den Bürger gegen den Staat schützen und ihm seine Freiheit sichern sollen, sowie Rechte jedes einzelnen Menschen gegenüber Dritten.

Die Geschichte der Menschenrechte

Bereits die alten Griechen haben in der Antike bestimmte Menschenrechte in ihrer Verfassung niedergeschrieben. Der Gedanke, subjektive Rechte für alle zu definieren ist also schon so alt wie der Gedanke eines Staates. Aufgabe des Staates ist es unter anderem, die Rechte seiner Bürger zu wahren und zu verfechten. Während der Zeit der Aufklärung, stellten zahlreiche Philosophen und Wissenschaftler ihre Überlegungen zu universell geltenden Menschenrechten an, von denen viele bis heute Gültigkeit haben. So wurde zum Beispiel bereits 1679 die „habeas corpus“ Akte in England in die Verfassung aufgenommen, die die willkürliche Behandlung von Gefangenen verbietet. 1791 wurden in Amerika mit der „american bill of rights“ zehn wichtige Menschenrechte in die amerikanische Verfassung aufgenommen. Die allgemeine Erklärung der Menschenrechte durch die UN Generalversammlung im Jahre 1949 ist ein weiter Meilenstein in der Geschichte der Menschenrechte und wurde damals aus aktuellem Anlass, nämlich zahlreicher Verletzungen der Menschenrechte während des zweiten Weltkrieges, beschlossen. Die Vereinten Nationen haben 1966 eine völkerrechtlich verbindliche Menschenrechtskonvention verabschiedet, die nach und nach von den meisten Staaten anerkannt und ratifiziert wurde. Leider gibt es noch immer Staaten, die das bisher nicht getan haben.

Verletzungen der Menschenrechte

Nicht nur die Vereinten Nationen, sondern auch zahlreiche Nichtregierungsorganisationen, wie zum Beispiel Amnesty International, kämpfen bis heute für die Einhaltung der Menschenrechte weltweit und dafür, dass die allgemeingültigen Menschenrechte in den einzelnen Staaten eingeführt und vor allem auch eingehalten werden. Bis heute sind Verletzungen in fast allen Staaten dieser Erde an der Tagesordnung. In einigen ist die Situation gravierender, in anderen eher weniger. Allerdings können selbst hoch entwickelte Staaten keinen hundertprozentigen Schutz vor Verletzungen der Menschenrechte gewährleisten. Die international aktiven Menschenrechtsorganisationen kämpfen tagtäglich für Verbesserungen auf diesem Gebiet, wobei ihre Hauptarbeit darin besteht, Menschenrechtsverletzungen publik zu machen und die einzelnen Vergehen international zu ahnden. Man hofft, dass der internationale Druck dafür sorgt, dass die einzelnen Staaten sich für eine bessere Menschenrechtspolitik in ihrem Land einsetzen. In vielen Staaten sind Todesstrafe und Folter nicht gesetzlich verboten. Dazu gehören nicht nur Staaten wie China, der Iran oder Pakistan, auch die vereinigten Staaten von Amerika praktizieren weiterhin die Todesstrafe.

Photo: Claus Mikosch – FotoliaSimilar Posts:

Comments are closed.