2013: Drei von fünf Onlinehändlern bekamen Abmahnung

von am 20/01/14 um 8:17 pm

Unternehmer erhält eine AbmahnungIm Jahr 2013 führte der Händlerbund eine Studie durch, die ergab, dass rund 60 Prozent aller Onlinehändler in diesem Jahr schon wenigstens einmal abgemahnt wurden. Dieses Ergebnis kam durch die Befragung von mehr als 500 Unternehmen zustande. Abmahnungen wurden aus ganz unterschiedlichen Gründen kassiert, doch die Folgen für Onlinehändler sind fast immer schwerwiegend. Besonders für kleinere Händler kann dies fatale Folgen haben.



Erschreckende Fakten

Dass drei von fünf Onlinehändlern mindestens einmal abgemahnt wurden, ist bereits alarmierend. Doch für jeden Zehnten gab es sogar drei oder noch mehr Abmahnungen. Im Gegensatz zu 2012 ist damit die Anzahl von Abmahnungen deutlich gestiegen. Lediglich bei jedem vierten Onlinehändler sank die Zahl gegenüber dem Vorjahr, 35 Prozent stellten keine Veränderungen zu 2012 fest und 40 Prozent verzeichneten mehr Abmahnungen, als es 2012 der Fall war. Zu den häufigsten Ursachen für Abmahnungen zählten diese Gründe:

  • Verletzung des geltenden Wettbewerbsrechts (53 Prozent)
  • Verletzung des geltenden Markenrechts (14 Prozent)
  • Verletzung des geltenden Urheberrechts (12 Prozent)

Zusätzlich zu diesen Verstößen wurden für rund 20 Prozent der Onlinehändler noch folgende Fehler zum Verhängnis:

  • falsche Angaben zum Preis
  • mangelnde Kennzeichnungen
  • fehlerhafte Rechtstexte

Reaktionen von Onlinehändlern

Anhand der Studie wird außerdem deutlich, dass viele Onlinehändler zwar bei der rechtlichen Absicherung Ihres Unternehmens stark verunsichert sind, trotzdem aber eher selten Expertenwissen nutzen. Die Folgen: zwei von drei abgemahnten Händlern haben eine Unterlassungserklärung unterzeichnet und jeder dritte Händler zahlte die geforderten Summen der Kanzleien. Diese liegen in den meisten Fällen zwischen beachtlichen 500 und 2.000 Euro. Außergerichtliche Einigungen gab es bei ähnlich vielen Abmahnungen. Ein Gerichtsverfahren jedoch strebte nur jeder siebte Onlinehändler an. Ein kleines Unternehmen kann eine Forderung in Höhe von 2.000 Euro oder mehr beachtlich schwächen und im Ernstfall sogar die Existenz kosten.

Onlinehandel rechtlich absichern

Wer sich einen Onlineshop aufbaut oder mit einem Onlinehandel bereits erfolgreich Geld verdient, sollte in jedem Fall Expertenwissen nutzen, um sein Geschäft auf eine rechtssichere Grundlage zu stellen. Abmahnungen gehören nicht zu den Randerscheinungen des Onlinehandels und können folgenschwere Konsequenzen nach sich ziehen.

Bild: shoot4u – FotoliaSimilar Posts:

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