Datendiebstahl – ein unterschätztes Problem

von am 05/11/11 um 12:37 pm

Datenkriminalität ist mittlerweile ein Thema, über das jeder, der regelmäßig den Computer nutzt, informiert sein sollte. Man gibt oft einfach zu vertrauensvoll seine persönlichen Daten ein und wundert sich dann, wenn plötzlich das eigene Konto leer ist.

Gefahren im Internet

Das Internet hat eine neue Art der Kriminalität erzeugt, die nahezu unbemerkt jeden treffen kann. Hauptsächlich das so genannte Web 2.0 eröffnet grenzenlose Möglichkeiten der Datenkriminalität. Mittlerweile spricht man in Fachkreisen von der „digitalen Untergrund Gemeinschaft“, die mit Daten handelt wie andere Menschen mit Waren. Dabei sind die gestohlenen Daten, die persönliche Finanzinformationen enthalten und den Zugang zu Kreditkarten und Bankkonten ermöglichen, das Ziel der Kriminellen. Weiter werden aber auch persönliche Daten wie Telefonnummern, Sozialversicherungsnummern, Geburtsdaten, Anschriften und Namen mittels Datenklau gestohlen. Es haben sich Untergrundstrukturen gebildet, die sich darauf spezialisiert haben, böse Codes zu programmieren. Hierbei spezialisieren sich Webhosts und Personen darauf, Netzwerke zu gründen und somit tausende von Computern mit Viren zu infizieren. Die Opfer bemerken von den Angriffen meistens nichts. Dadurch, dass man sich in sozialen Netzwerken befindet, wähnt man sich meistens in Sicherheit, denn man hat sich ja schließlich einer Gruppe von Gleichgesinnten angeschlossen.

Gefahren in sozialen Netzwerken

Mittlerweile wird immer mehr so genannte Crimeware über solche sozialen Netzwerke verbreitet. Deshalb sollte man mit seinen persönlichen Daten äußerst sorgfältig umgehen, denn man weiß nie, wer sich hinter einem vermeintlichen Internetfreund verbirgt. Die Hacker und Datenkriminellen bewegen sich dabei nicht immer unbedingt im kriminellen Bereich, sondern in einer Grauzone, die oft eine Strafverfolgung ausschließt. Schon das Weitergeben der Daten ist datenschutzrechtlich nicht erlaubt, aber nicht immer erfolgt auch eine Strafanzeige. Alleine die Spammails sind im strafrechtlichen Sinne nicht erlaubt. Trotzdem erhält jeder Nutzer sie täglich.

Vorsichtsmaßnahmen ergreifen

Das leere Konto ist die schlimmste Form der Datenkriminalität und muss nicht unbedingt eintreten, aber man sollte einige Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, wenn man häufig im Internet surft, denn Datenkriminalität bedeutet nicht immer, dass ein finanzieller Schaden entsteht. Veröffentlichte Fotos und Einträge in diversen Blogs können ebenfalls zu einem großen persönlichen Schaden führen. Die Grenze von der Legalität zur Illegalität ist hier sehr eng gestrickt und manchmal merkt man erst später, dass man dieser zum Opfer gefallen ist. Leider gibt es Internetnutzer mit einer hohen kriminellen Energie, die Daten ausspionieren, um damit eine Straftat zu begehen. Oft ist es schwer, die Schuldigen zu belangen. Man weiß einfach nicht, wer die eigenen Daten wann und wie ausspioniert hat. Eine gängige Methode sind die so genannten trojanischen Pferde. Hier werden die im Internet geladenen Cookies unbemerkt abgehört. So werden diese Cookies zum Beispiel beim Internetbanking gespeichert und können ermöglichen, dass Unbefugte auf das eigene Konto zugreifen können. Man kann sich aber vor dieser Art der Datenkriminalität schützen, wenn man einige Sicherheitsmaßnahmen ergreift. Passwörter und Transaktionsnummern sollten sicher aufbewahrt werden und niemals im Computer selbst gespeichert sein. Eine Firewall ist ebenfalls Pflicht. Hier sorgt ein im Netzwerk vorgeschalteter Server dafür, dass der Datenverkehr im Internet verhindert wird, wenn man gewisse Sicherheitsmaßnahmen nicht beachtet. Der moderne Kriminelle bewegt sich im Internet weitestgehend anonym und es ist schwierig bei einem Datenklau die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Pic.: Mitarart: FotoliaSimilar Posts:

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